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Beatrice Arraes’ künstlerische Praxis (1998, Fortaleza, Brasilien / lebt und arbeitet in São Paulo, Brasilien) basiert in erster Linie auf Ölmalerei auf Leinwand oder Holz. Ob sie nun Natur- oder Stadtlandschaften darstellt – die Bilder, die Arraes schafft, stehen in Verbindung mit der Erinnerung und der inneren Welt. Ihre Arbeiten sammeln mnemonische Gesten, indem sie Fragmente handgemalter Ladenfronten, Schriftzüge, Schilder und Plakate einbeziehen – Praktiken, die dem Lauf der Zeit und dem technologischen Fortschritt zu widerstehen scheinen. Diese zeitliche Diskrepanz, die durch den archaischen Charakter der populären visuellen Kultur hervorgerufen wird, wird ergänzt durch den fragilen Prozess des Versuchs, die Welt durch die Malerei als Bild festzuhalten.
Die von Arraes angewandten Techniken, wie beispielsweise die Erzeugung von Kontrasten durch Überlagerung und anschließendes Entfernen von Farbschichten oder die Einschnitte in die Holzoberfläche, enthüllen die verschiedenen Momente, aus denen sich das Bild zusammensetzt. Sie lassen sich als eine Art archäologische Prospektion oder Ausgrabung interpretieren. Ihre Werke entstehen durch einen ständigen Austausch: zwischen Zeit, Erfahrung und Erinnerung, Klarheit und Unschärfe sowie durch die Wiederherstellung der Dynamik der Umgebungen, die die Künstlerin beobachtet.
Beatrice Arraes hat einen Bachelor-Abschluss in Design von der Universidade Federal do Ceará in Fortaleza, Brasilien, und studierte außerdem Bildende Kunst an der Universidad de Salamanca in Spanien. Sie war Artist-in-Residence bei Casa Ceniza in Guadalajara, Mexiko (2026).
Sie reüssierte zuletzt mit internationalen Einzelausstellungen, u.a.: „Seven Keys“ bei François Ghebaly, New York, USA (2026); „Poéticas del subterrâneo“ bei PEANA, Mexiko-Stadt, Mexiko (2026); „Table Game“ in der Sea View Gallery, Los Angeles, USA (2024); und „Passou uma nuvem“ in der Galeria Leonardo Leal, Fortaleza, Brasilien (2023).
Zu den Gruppenausstellungen, an denen sie teilnahm, gehören „Songs of Innocence & Experience, Teil II“ in der Ingleby Gallery, Edinburgh, Schottland (2026); „Postcards“ bei MAMA Projects, New York, USA (2026); „Existências paralelas – acervo em (des)construção“ in der Pinacoteca do Ceará, Fortaleza, Brasilien (2025); „Midnight Steer Roping“, Almeida & Dale, São Paulo (2025); „Portals to Unwritten Time“, Perrotin Gallery, Paris, Frankreich (2025); „What are you looking for?“, Société, Berlin, Deutschland (2025); „Surge et veni“, Millan, São Paulo, Brasilien (2024); „O nordeste não é só um lugar“, Casa Gabriel, São Paulo, Brasilien (2024); und „Máscara, maré, memória“, Lima Galeria, São Luís, Brasilien (2023).
Ihre Arbeiten sind in der Sammlung des Museu Nacional de Belas Artes in Rio de Janeiro vertreten.